Die 3 Dinge, die mir am meisten in der Corona-Isolation helfen

Ich bin nun seit fast 3 Wochen im selbst auferlegten Home office und auch zu Freunden sowie andere Menschen hatte ich wenig Kontakt in dieser Zeit.

Das ganze hat meine Stimmung mehr beeinflusst, als ich erwartet habe. Letzte Woche hatte ich ein wirkliches Loch für einige Tage. Ich war agitiert, angespannt, nervös und musste die ganze Zeit etwas am Pc machen, um mich abzulenken. Meine Gedanken schweiften im Kopf weit ab, und meine Freundin Andie musste mich oft dreimal ansprechen, um mich aus meinem Kopf zu bekommen. Ich hatte einiges zu denken...


Erstens, malte sich mein Gehirn aufgrund der Nachrichten Negativszenarios der Coronakrise aus und versuchte anhand meiner Informationen die Wahrscheinlichkeiten auszudenken. Zweitens, hatten sich in meinem Job gerade die Aufgaben komplett verändert wegen der Corona-Einschränkungen. Die Veränderung forderte mich mental und dazu kamen Befürchtungen auf, mein Startup wird es sicher auch nicht durch die Krise schaffen - also noch mehr Veränderung. Drittens, habe ich Verluste bei Aktien gemacht, was ich versucht zu retten. Zuletzt, sah ich mich in der Verpflichtungen als Arzt mich einzubringen, um die Corona-Krise abzuwenden. Gleichzeitig war ich von morgens bis nachts beschäftigt und Andie war auch noch krank geworden. Wie soll ich diesen Konflikt aufheben, wenn Andie mich auch noch sehen will?


Ich war total überwältigt! Ich war mir dessen weitesgehend bewusst, aber mir gesagt, dass es das nun mal in einer solchen Krise ist. Man duscht sich morgens mal nicht, man ist ängstlich, vernachlässigt seine Morgenroutinen etc. Das gehöre dazu.


Aber nein, nicht unbedingt: Das einzige, was ich selber im Griff habe, ist, wie ich auf meine Umwelt reagiere. Und wenn ich die Veränderungen durch Corona alle als Stress auffasse, werde ich in einen Sog des Grübelns und der Machtlosigkeit hineingezogen.


Was habe ich also verändert:

1. Ich habe mir vor wieder vor Augen gehalten, dass ich jetzt eine große Herausforderung habe. Aber ich nehme es an, dass ich selbst für meine emotionale Reaktion verantwortlich bin. Das funktioniert deutlich besser, wenn man inspirierende Videos oder Podcast dazu hört. Mich reist Tony Robbins am meisten mit.

2. Um meine Emotionen bestmöglich zu regulieren, brauche ich meine Tagesstruktur und meine Routinen. Ich stehe also wie immer um 7 Uhr auf, bringe mich durch eine Atemübung mit Priming, einem aktivierenden Workout oder Lauf, Jumpen und Tanzen zu Musik und einer Tagesplanung in einen guten Zustand am Morgen. Auch Jogginghose daheim anziehen geht nicht!

3. Emotionen kommen auch von Motion - Bewegung. Dadurch, dass ich mich fast ausschließlich in der Wohnung sitzend gebeugt über den Laptop aufgehalten habe, haben sich diese negativen Emotionen in meinen Alltag verfestigt. Deswegen war es wichtig für mich, bewusst meine Körperhaltung wahrzunehmen und durch tiefes Bauchattmen erste Stressgefühle abzulassen. Genauso war es wichtig mehr spazieren zu gehen in Pausen und direktes Sonnenlicht und Natureindrücke zu tanken.


Hattet ihr auch ein Tief zuletzt? Wenn ja, was hat euch etwas geholfen?


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